Eine Reise in eine fast vergessene Welt des Genusses unternehmen Adi Bittermann und Christoph Wagner. Sie entdecken die alte Küche Mitteleuropas neu und führen die Fäden zusammen, die einst vom Eisernen Vorhang und von politischen Umständen auseinandergerissen wurden. Bis in die Ukraine reicht die altösterreichische Küchentradition, deren einstige Weite sich noch heute auf den Speisekarten widerspiegelt: das aus Ungarn kommende Gulasch, das italienische Siedefleisch, aus dem sich die Tafelspitz-Kultur entwickelte, die böhmischen Dalken, Buchteln und Knödel, die serbischen Reisfleisch- und Grillgerichte, die Frittata genannten venezianischen Kräuterkuchen, der gesulzte Karpfen jüdischer Provenienz, die spanische Olla-Potrida, hierzulande als Olio-Suppe bekannt, der slowakischen Vorbildern nachempfundene Liptauer Käse und die irgendwo zwischen Südspanien, Venedig und Mailand, jedenfalls aber nicht in Wien erfundene Kunst des Panierens, und somit das „Wiener Schnitzel“.