Aus den Bewerbungen wählte die Jury das Biografieprojekt über die österreichische Journalistin, Fotografin, Kriegsberichterstatterin und Weltreisende Alice Schalek (1874-1956).

In der Begründung der Jury – Alexandra Föderl-Schmid (Frankreich-Korrespondentin „Süddeutsche Zeitung“), Günter Kaindlstorfer (Journalist ORF), Johannes Kößler (Buchhändler „Seeseiten“ in Wien), Jasmin Lörchner (Podcast-Host von „HerStory“) und Catrin Stövesand (Journalistin „Deutschlandfunk“) – heißt es:

„Ralf Pasch interessiert sich gerade für die Ambivalenzen seiner Protagonistin: für ihre fortschrittlichen Positionen ebenso wie für ihre zeittypischen Vorstellungen von Kolonialismus, Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Hierarchien. Sein originelles, sorgfältig recherchiertes und publizistisch relevantes Biografieprojekt verspricht nicht nur die Wiederentdeckung einer faszinierenden Persönlichkeit, sondern auch ein interessantes Panorama der Wiener Moderne und ihrer Widersprüche.“

Ralf Pasch (geb. 1967 in Thüringen) ist Journalist und Buchautor, er lebt und arbeitet in Berlin. Pasch schreibt außer über deutsch-tschechische Themen über das jüdische Leben in Deutschland, Tschechien und Österreich. Gemeinsam mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa in Potsdam realisierte er die Wanderausstellung „Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie. Fünf Biografien erzählen hundert Jahre Geschichte“.

Der Preis wurde am 9. September 2026 in der Verlagsräumlichkeiten am Lobkowitzplatz vergeben.

Fotos: Clemens Fabry / Die Presse

Video: David Strohmeier/Anna Wallner