Wien für Fortgeschrittene

Kaisermühlen ohne Blues

„Bei uns in Kaisermühlen lasst sich’s schon leben, was? Fast wie auf den Kanarischen Inseln is’ es bei uns, wauns Wetter schen is. Na is es net so?“

© (c) Christian Fürthner Bild vergrößern Foto: (c) Christian Fürthner

Nach einer kleinen Unterführung unter der Wagramer Straße zur U1- Station Kaisermühlen – Vienna International Centre lande ich abrupt in einer völlig anderen Welt, zwischen den Türmen des ersten in Wien gebauten Hochhausviertels. Auf der Platte über einem ehemaligen Müllplatz erheben sich sechs beeindruckende Bauten, 75 bis 250 Meter emporragend. Kaum zu glauben bei der an sich reflexhaen Aversion Wiens gegen alles, was in die Höhe strebt. Diese Wiener Variante der Höhenangst, Furcht vor dem Blick nach oben, hat schon vielen Bauvorhaben den Kopf gekostet. Hoch ist in Wien bald einmal etwas: Ab 35 Metern Höhe ist ein Haus laut Wiener Bauordnung ein Hochhaus.

Am Eingang zur Vienna DC besticht zunächst ein ungewöhnlicher,
flacher Kubus mit einer schwarzglänzenden Außenhaut aus Chromstahlplatten und verglasten Flächen. Das große weiße Kreuz an der Fassade verrät, dass es sich um eine Kirche handelt, die Donaucity-Kirche „Christus, Hoffnung der Welt“. Im Inneren eröffnet sich ein lichter Kirchenraum aus hellem Birkenholz, ebenso ungewöhnlich gestaltet wie der Gebäudekörper, alles aus einer Hand bis hin zu den Heizkörpern. Entworfen hat die Kirche Heinz Tesar, ein österreichischer Architekt, Künstler und Literat.

Im Rücken der Kirche stehen zwei Veteranen unter den Gebäuden der Donau City: die Y-förmigen Bauten des Wiener Amtssitzes der Vereinten Nationen und das daran angebundene Austria Center Vienna, ein einst umstrittenes Kongresszentrum. Linker Hand geht es hinein in die neue Donau City, mit dem ältesten Bau, dem ellipsenförmigen Büroturm Andromeda Tower. Mit stattlichen 113 Metern inklusive Antenne ist es eines der höchsten Gebäude Wiens. Der Ares Tower und der Saturn Tower kratzen an der 100-Meter-Marke, sie sind quasi die Eckpfeiler der Wohnbauten in diesem neuen Viertel, des Mischek Towers und des Wohnparks Donaucity mit seinen rund 1000 Wohnungen. Der Mischek Tower, aus Betonfertigteilen gebaut, gilt mit 110Metern Höhe als das höchste Fertigteilhaus weltweit. Höhenmäßig mit 75Metern weit abgeschlagen ist das Tech Gate Vienna, ein Wissenschafts- und Technologiepark unweit des Highlights der Vienna DC: des DC Towers von Dominique Perrault.

Hat sich bei den anderen Bauten eine berühmte Garde der österreichischen Architektur verewigt – Wilhelm Holzbauer, Heinz Neumann, Hans Hollein, Sepp Frank, das Architektenpaar Delugan-Meissl –, wurde das Meisterstück der Donau City in die Hände eines Franzosen gelegt. Der DC Tower1, der erste eines dreiteiligen Hochhausensembles, sticht in jeder Hinsicht aus
den Bauten hervor: in Sachen Höhe – 250 m – und in Sachen Eleganz. Der Blick aus Restaurant, Bar und Lounge des Meliá Hotels im 57. und 58. Stock des Towers ist atemberaubend.
 

€ 28,00
Broschur
16,8 x 24 cm; 208 Seiten
ISBN 978-3-222-13648-1
Erscheinungstermin: 10/09/2020
Sofort lieferbar

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Ilse König ist Sozialwissenschafterin, Verfasserin von Sachbüchern und Kochbuchautorin. Nach einer langen, erfolgreichen Karriere in Ministerien, Forschung, Beratung und Management, zuletzt als Geschäftsführerin eines Forschungsinstituts für internationale Politik, widmet sie sich nun nur mehr dem Schreiben.

Christian Fürthner ist seit 30 Jahren als selbständiger Fotograf tätig. Architektur, der öffentliche Raum und Stadtreportagen sind ein Schwerpunkt seiner Arbeit.

Blick ins Buch

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Wien für Fortgeschrittene

€ 28,00
Broschur
16,8 x 24 cm; 208 Seiten
ISBN 978-3-222-13648-1
Erscheinungstermin: 10/09/2020
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9783222136481 - Wien für Fortgeschrittene
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