„Das Dampfgaren ist ein sehr stressfreies Kochen"

Margit Asböck im Interview

Margit Asböck ist „Dampfgarerin“ der ersten Stunde und hat im Kneipp Verlag bereits drei Bücher zum Thema veröffentlicht. Im Interview erzählt die Salzburgerin jetzt, worauf es beim Kochen und Backen mit Dampf ankommt, warum das Essen mit dieser Methode besser schmeckt, und gibt Tipps für den Kauf eines Dampfgarers.

Foto: Tanja Braune

Kneipp Verlag:

Sie sind eine der führenden Expertinnen der „Dampfgar-Küche“ – was sind für Sie die Vorteile beim Dampfgaren?

Margit Asböck:

Das Dampfgaren ist ein sehr stressfreies Kochen: Es brennt nichts an, es muss nicht so oft umgerührt werden, mehrere Speisen oder Beilagen können in einem Arbeitsschritt erledigt werden (was dann auch Energie spart). Recht empfindliche Gerichte, wie z. B. Soufflees, gelingen immer. Außerdem ist es einfach der Geschmack, der besticht.

Kneipp Verlag:

Worauf muss ich beim Dampfgaren im Allgemeinen achten?

Margit Asböck:

Die Garzeiten sind sehr ähnlich wie mit der Kochplatte auch, der Unterschied besteht bei Quellprodukten wie Reis, Getreide, Hülsenfrüchten: hier wird die Wassermenge um etwa die Hälfte reduziert, der Rest der Feuchtigkeit wird aus dem Dampf genommen. Fein ist es auch, wenn man einige verschiedene Garschalen zur Verfügung hat, damit der Garraum gut ausgenützt werden kann. Weiters ist darauf zu achten, dass Quellprodukte, Suppen, Ragouts etc. in ungelochte Garschalen platziert werden, Gemüse und Knödel gehören in gelochte Garschalen.

Kneipp Verlag:

Das Dampfgaren gilt ja auch als sehr gesunde Zubereitungsart. Warum?

Margit Asböck:

Da das Gemüse nicht im Wasser liegt und ausgelaugt, sondern schonend vom Wasserdampf gegart wird, bleiben Vitamine (vor allem die wasserlöslichen), Farbstoffe und viele andere Vitalstoffe weitgehend erhalten. Zudem schmecken die Speisen dann auch intensiver und brauchen daher weniger Salz und Fett als Geschmacksträger.

Kneipp Verlag:

Es gibt ja einige Dampfgarer im Handel – was muss ich beim Kauf beachten?

Margit Asböck:

Wichtig ist, dass die Dampferzeugung außerhalb des Garraumes stattfindet. Das gewährleistet eine schnelle Aufheizung, eine 100 % Dampf im Garraum und eine Temperatureinstellmöglichkeit von 40 °C bis 100 °C. Somit kann bei niedriger Temperatur zum Beispiel Joghurt hergestellt werden oder bei 75 °C Fisch schonend gedämpft werden.
Es gibt inzwischen auch Geräte, die mit einem Backofen kombiniert sind – hier sind die Einsatzmöglichkeiten noch um ein Vielfaches größer. Also, wenn Sie gerne Brot backen, ist ein Kombi-Gerät fast ein Muss. Hier haben Sie einen Dampfgarer, einen klassischen Backofen und die Möglichkeit Dampfgarer und Backofen zu kombinieren. Es lässt sich hier die Betriebsart von Heißluft Plus bis Ober- und Unterhitze mit Temperatur einstellen und dazu prozentuell eine Feuchtigkeit von 0 bis 100 Prozent. Somit sind etwa die perfekte Kruste und eine flaumige Krume beim Brot gewährleistet.

Kneipp Verlag:

Ihr drittes Buch „Süßes aus dem Dampfgarer“ ist soeben erschienen. Können Sie uns schon verraten, ob und welche Pläne Sie für ein neues Buch haben?

Margit Asböck:

Ja, ich möchte ein richtiges „Familien-Kochbuch“ schreiben, eigentlich vier (Frühling, Sommer, Herbst und Winter), mit all den Themen, die moderne Haushalte beschäftigen: ausgewogene Ernährung trotz Zeitmangel, saisonale Gerichte, „Wohlfühlessen“ und Rezepte, die auch Kindern gut schmecken und wo auch Babys mitessen können. Dazu auch Vorschläge für „Lunch to go“ und Kinderjause, aber natürlich auch einige Rezepte für größere Festessen – aber gleich mit Einkaufliste und übersichtlichem Zeitplan.

Kneipp Verlag:

Verraten Sie uns noch ihr Lieblingsrezept aus dem Dampfgarer?

Margit Asböck:

Mmh, das ist gar nicht so einfach.
Wenn ich mich entscheiden muss, dann der Tafelspitz - ein klassisches Essen zwar, aber es fehlt an nichts: Es kann Suppe serviert werden, das Fleisch ist wunderbar zart und mager, herrliches Gemüse kann gleich mitgegart werden (Fisolen, Brokkoli, Karotten, Spargel, Sellerie, Lauch, … was auch immer die Jahreszeit zu bieten hat) auch die Kartoffeln für Bratkartoffeln können mitgegart werden. Ja, das ist für mich ein „Wohlfühlessen“ und auch absolut festtagstauglich. Als Nachtisch einen Topfenknödel oder Creme brûlée – weil eine Naschkatze bin ich schon auch.

  • Margit Asböck
  • Süßes aus dem Dampfgarer
  • Knödel, Nockerln, Aufläufe, Soufflés
€ 18,90
Hardcover
22,4 x 22,4 cm; 132 Seiten
ISBN 978-3-7088-0716-4
Erscheinungstermin: 23/10/2017
Sofort lieferbar

Klassische Süßspeisen aus dem Dampfgarer

Ob Knödel oder Nockerln, ob Aufläufe oder Soufflés: Süßes ist immer ein Gaumenschmaus. Dank der modernen Dampfgarer können auch Süßspeisenklassiker heute besonders schnell und unkompliziert auf den Tisch gezaubert werden – Dampfgarexpertin Margit Asböck zeigt in zahlreichen erprobten Rezepten, wie einfach das geht. Sie liefert den Beweis dafür, dass „unter Dampf“ die beste süße Küche gedeiht: Kuchen &, Co gelingen genauso gut wie Puddings oder Marmeladen.

Aus dem Rezeptteil: Mohnnudeln | Milchbrot-Serviettenknödel | Glühweinauflauf | Lebkuchensoufflé | Kletzenpudding | Birnen-Schoko-Kuchen | Kärntner Reindling | Heidelbeermarmelade mit Vanille

In Kooperation mit

Margit Asböck war Abteilungsleiterin für Fachberatung bei Miele Österreich, Produkt- und Verkaufstrainerin. Die Mutter von drei Kindern und Großmutter von drei Enkelkindern ist „Dampfgarerin der ersten Stunde“.

Blick ins Buch

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Süßes aus dem Dampfgarer

€ 18,90
Hardcover
22,4 x 22,4 cm; 132 Seiten
ISBN 978-3-7088-0716-4
Erscheinungstermin: 23/10/2017
Sofort lieferbar
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