Interview

Silvia Trippolt-Maderbacher im Gespräch

Genussexpertin und Bestsellerautorin Silvia Trippolt-Maderbacher hat für die Neuauflage von „Genießen in Friaul-Julisch Venetien“ aktuell recherchiert und eine Menge Entdeckenswertes niedergeschrieben. Feinspitze werden glücklich sein: Von Osteria bis Sterne-Restaurant ist alles dabei. Außerdem hat sie unzählige Einkaufstipps für Feines zum Mit-nach-Hause-Nehmen parat.

Foto: Helmuth Weichselbraun, Helmuth Weichselbraun / fotoquadr.at

Styria:

Frau Trippolt-Maderbacher, die friulanische Küche hat es Ihnen besonders angetan, wie Sie schreiben. An die 400 Adressen haben Sie für das neue Buch besucht und gesichtet, gesammelt und niedergeschrieben: Welche waren bei den diesmaligen Recherchereisen Ihre kulinarischen Highlights?

Silvia Trippolt-Maderbacher:

Hand auf’s Herz: Es gab so viele Höhepunkte, dass ich sämtliche Adressen aus dem Bauch aufzählen müsste. Eine Lieblingsadresse ist das „Novecento All’Isola“ bei Latisana auf dem Weingut Isola Augusta. Viel Charme, eine grandiose Küche à la „mare e monti“, ein Vorzeige-Wirt (Carlo Piasentin) und ein stimmungsvolles Ambiente. Eine Fisch-Lieblingsadresse ist das „Barcaneta“ in Marano Lagunare. Dort steht der Chef Claudio Moretti am Herd. Die Fisch-Vorspeisen sind ein Traum!
Wenn wir in die Stadt Triest schauen, schießen dort die jungen, urbanen Lokale wie Schwammerln aus dem Boden – Trendadressen wie moderne Brasserien, vegane Bistros, Food-Stores („Eataly“ am Hafen), Burger-Gourmet-Restaurants usw.
Die Gelaterie rund um Pordenone gehören nicht nur zu den besten Friauls, sondern italienweit. Die Gerichte im 2-Sterne-Lokal „Agli Amici“ bei Udine werden immer verrückter und internationaler. Unsere Lieblings-Cafetteria ist die „Antica Torinese“ in Palmanova. Sie ist vom „Gambero Rosso“ bereits mehrmals zur besten „Bar“ Italiens gekürt worden.“

Styria:

Gibt es ein traditionelles friulanisches Lebensmittel oder Produkt, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Silvia Trippolt-Maderbacher:

Ich warte das ganze Jahr über auf den ersten Frost. Warum? Dann wird nämlich die „Rosa di Gorizia“ serviert. Das ist eine spezielle Radicchio-Sorte aus Gorizia im Osten der Region. Sagen Sie ja nicht, „das ist eh nur Salat“. Die „Rosa di Gorizia“ wird in Honigbalsam geschmort und kommt als Beilage auf den Tisch, sie wird am Fogolar gegrillt, ins Risotto gegeben und noch vieles mehr. Schmeckt einzigartig!

Styria:

Was essen Ihre Kinder, die in einem Spitzenrestaurant aufwachsen und sich mit der Mama (und dem Papa) durch die südlichen Nachbarregionen kosten dürfen, am liebsten, wenn sie von der Schule heimkommen?

Silvia Trippolt-Maderbacher:

Oft das Einfachste: Pasta geht immer. Wenn es aber um einen saftigen Branzino in Salzkruste geht, ein Hirschrückensteak (bitte ja nicht durchgebraten), eine Tagliata vom Rind, cremige Gnudi – eine Spezialität meines Mannes –, ein Safranrisotto oder gratinierte Jakobmuscheln, dann schlagen auch die Herzen unseres kulinarischen Nachwuchses höher. Und zwischendurch kommt die Ernüchterung, wenn die Kinder Schnitzerl, Pommes und Pizza wollen.

Styria:

Ein Wochenende oder ein Tagesausflug im nahen Süden kann auch in der kühleren Jahreszeit reizvoll sein. Haben Sie einen Tipp für Ihre Leserinnen und Leser, wo es sich jetzt besonders gut verweilen lässt?

Silvia Trippolt-Maderbacher:

Ich schicke sie in dieser Saison nach Pordenone ins Westfriaul. Da trifft man nämlich kaum bis keine Touristen. Die Stadt (ein bisschen mehr als 51.000 Einwohner) verzaubert mit ihren venezianischen Palästen, namhaften Ausstellungen, tollen Läden und grandiosen Essensadressen. Top: „Al Gallo“ in der Altstadt mit einer fantastischen Meeresküche. Das „La Ferrata“ ist eine der bekanntesten Trattorien, im „Montereale“ oder „Grosmi“ schlürft man den besten Espresso. Toll im Herbst, weil der Corso von Pordenone über die am längsten zusammenhängenden Arkaden verfügt. So wird man beim Bummeln selbst bei Regen nie nass. Und bei Sonnenschein lässt es sich in der Fußgängerzone überall herrlich draußen sitzen!

€ 24,90
Hardcover
21 x 21 cm; 192 Seiten
ISBN 978-3-222-13565-1
Erscheinungstermin: 25/09/2017
Sofort lieferbar

Der Genussbestseller: Lieblingsplätze im nahen Süden

Für die neue Auflage des Bestsellers hat sich Silvia Trippolt-Maderbacher mit ihrer Familie wieder aufgemacht, um die besten kulinarischen Adressen (von Triest bis Udine, von Grado bis Lignano, von Cividale bis Pordenone, von San Daniele bis Gorizia) zu entdecken. So erscheint der Genussguide neu recherchiert und komplett überarbeitet. Auf kurzweilige und unterhaltsame Weise werden Osterien, Trattorien und Restaurants für jedes Budget und für jeden Geschmack präsentiert. Dazu: zahlreiche Vinotheken, Bars und Konditoreien. Und damit man sich ein Stück Italien mit nach Hause nehmen kann, führt die Autorin zu den besten Produzenten für Olivenöl, Kaffee, Prosciutto, Salami, Polenta und mehr.

In Kooperation mit

 

Silvia Trippolt-Maderbacher, geb. 1977 in der Südsteiermark, Germanistik- und Medienstudium. Die Journalistin, Werbetexterin („Gedanken-Werkstatt“) und Gastronomin ist mit einem der Top-Köche Österreichs verheiratet und lebt im Kärntner Bad St. Leonhard. Zuletzt erschien von ihr „Genießen in Istrien“.

Blick ins Buch

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Genießen in Friaul-Julisch Venetien

€ 24,90
Hardcover
21 x 21 cm; 192 Seiten
ISBN 978-3-222-13565-1
Erscheinungstermin: 25/09/2017
Sofort lieferbar
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