Ein Dialog zwischen Richard Cockett und Andreas Novy, moderiert von Valentina Ausserladscheider
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Wien, eine kosmopolitische Stadt, ein globales Zentrum des intellektuellen Austauschs, das Bereiche von der Psychologie über die Kunst bis hin zur Werbung prägte. Dies ist die These des bahnbrechenden Buches „ Wien: Wie die Stadt der Ideen die moderne Welt schuf“ des Historikers und Economist-Journalisten Richard Cockett.
Eines der wohl nachhaltigsten Vermächtnisse Wiens ist die Österreichische Schule der Nationalökonomie. Begründet von Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek, prägten ihre liberalen Werte der persönlichen und wirtschaftlichen Freiheit die großen Volkswirtschaften der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Ideen der Österreichischen Schule standen jedoch in direktem Gegensatz zum radikalen Wohlfahrtsmodell des Roten Wiens der 1920er Jahre. Während Hayek und Mises staatliche Eingriffe als ersten Schritt auf dem Weg zur Knechtschaft betrachteten, verkörperte Karl Polanyi – der „andere“ Wiener Ökonom – darin seine Vision einer „gemischten Wirtschaft“, in der demokratische Freiheiten gewahrt bleiben und Märkte den sozialen Bedürfnissen dienen. Angesichts der zunehmenden Bedrohungen, denen die heutige liberale Weltordnung ausgesetzt ist – oft durch selbsternannte Liberale –, wird das Panel die Relevanz der konkurrierenden Wiener Schulen für die Bewältigung einer ungewissen Zukunft diskutieren.
Veranstaltungsort: Wirtschaftsuniversität Wien, Foyer der Executive Academy
Eintritt frei!
