€ 29,99
Hardcover mit SU
17 x 24 cm; 262 Seiten
ISBN 978-3-222-13433-3
Erscheinungstermin: 18/04/2014
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Die Steiermark im Ersten Weltkrieg

Auf dem Gebiet des Kronlandes Steiermark, das damals noch die mehrheitlich slowenisch sprechende Untersteiermark umfasste, fiel während des Ersten Weltkriegs kein Schuss. Dennoch war der Weltkrieg, der erste totale Krieg, auch im steirischen Hinterland massiv spürbar. Schon im Sommer des ersten Kriegsjahres kam es zu einer Verfolgungswelle gegen die slowenische Bevölkerung. Im Land wurden Lager für Zehntausende Zwangsinternierte, Kriegsgefangene und -flüchtlinge errichtet sowie Lazarette installiert. Die prekäre Lebensmittelversorgung verschlechterte sich von Monat zu Monat, Hungerproteste erschütterten das Land und beeinträchtigten die Rüstungsproduktion, die in der Steiermark einen ihrer Hauptstandorte hatte. Als die Monarchie im Herbst 1918 kollabierte, rührte sich kaum eine Hand, um die Integrität der Steiermark zu bewahren, das Unterland spaltete sich von Rest-Österreich ab.
Martin Moll entwirft in diesem Buch das erste fundierte Gesamtpanorama eines hochindustrialisierten zweisprachigen Kronlandes der Habsburgermonarchie während der vier langen Kriegsjahre. Basierend auf der dichten Aktenlage schildert er anschaulich, wie der mörderische Kampf auch das Leben der Zivilbevölkerung und die Arbeit der Behörden weitab von den Fronten in Mitleidenschaft zog.

Martin Moll ist Univ.-Dozent an der Karl-Franzens-Universität Graz, seine Forschungsgebiete sind das Zeitalter der Weltkriege, die Spätphase der Habsburgermonarchie sowie Medien- und Propagandageschichte.

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